Green Choice und PMS: Wie die Schnittstelle zum Hotelsystem wirklich funktioniert
Von Hans-Peter Niechziol, Geschäftsführer bei XINGULAR · Lesezeit: 6 Min. · Veröffentlicht: 2026-04-23
Entscheidend ist nicht nur die Gästewahl im Zimmer, sondern dass die Information zuverlässig im Housekeeping ankommt.
Vom Gästewunsch zur Housekeeping-Liste
Green Choice beginnt im Hotelzimmer, aber der eigentliche Nutzen entsteht im operativen Ablauf. Ein Gast wählt die Zimmerreinigung an oder ab. Diese Information muss anschließend schnell, eindeutig und zuverlässig beim Housekeeping ankommen.
Der Prozess ist einfach erklärt: Der Gast trifft im Zimmer eine Auswahl, die Information wird digital übertragen, das Hotel erhält eine Liste oder eine Systeminformation, und das Housekeeping weiß, welches Zimmer gereinigt werden soll und welches nicht.
Der Green Button sendet die Auswahl über LoRaWAN. Beim QR-Code erfolgt die Auswahl digital über das Smartphone des Gastes. In beiden Fällen soll die Information dort ankommen, wo sie gebraucht wird.
Warum die Integration so wichtig ist
Ohne saubere Integration entsteht schnell ein Medienbruch. Dann muss jemand Daten prüfen, Listen exportieren oder Informationen manuell weitergeben. Das widerspricht dem eigentlichen Ziel von Green Choice.
Green Choice soll Housekeeping entlasten, Planung vereinfachen, unnötige Wege vermeiden, Reinigungslisten klarer machen und Fehler im Tagesablauf reduzieren. Dafür muss die Information sauber in den bestehenden Prozess passen.
Welche Wege der Anbindung gibt es?
Nicht jedes Hotel arbeitet gleich. Deshalb muss die Anbindung flexibel sein. Typische Varianten sind:
- direkte PMS-Anbindung (z. B. Apaleo, Mews, Oracle Opera, protel, SIHOT)
- Anbindung an Housekeeping-Systeme wie hotelkit
- tagesaktueller E-Mail-Report
- Excel-Liste für das Housekeeping
- individuelle Übergabe an bestehende Prozesse
Für größere Hotels ist eine direkte Systemanbindung oft sinnvoll. Für kleinere Häuser kann ein täglicher Report bereits ausreichen.
Was Hoteliers vorab klären sollten
Vor der Einführung sollten Hotels einige Fragen beantworten: Welches System nutzt das Housekeeping heute? Arbeitet das Team mit PMS, App, Liste oder Ausdruck? Wann wird die Reinigungsliste erstellt? Wer braucht die Green-Choice-Information? Soll sie automatisch ins System oder als Report kommen? Gibt es unterschiedliche Prozesse für Anreise, Abreise und Bleibezimmer?
Je klarer diese Fragen beantwortet sind, desto einfacher wird die Umsetzung.
Green Choice ist kein reines Gästetool
Viele denken bei Green Choice zuerst an den Gast. Das ist verständlich, aber zu kurz gedacht. Der größte Nutzen entsteht im Hintergrund. Die Gästewahl wird zu einer operativen Information für das Housekeeping. Nicht der Button allein spart Zeit, sondern die saubere Verbindung zwischen Gästewunsch und Tagesplanung.
Fazit
Eine Green-Choice-Lösung ist nur dann wirklich stark, wenn die Information zuverlässig im Housekeeping ankommt. Ob PMS-Schnittstelle, hotelkit-Anbindung, E-Mail-Report oder Excel-Liste: Entscheidend ist, dass der Prozess zum Hotel passt.
Häufig gestellte Fragen
Welche PMS unterstützt XINGULAR?
XINGULAR bietet zahlreiche PMS-Integrationen, darunter Apaleo, Mews, Oracle Opera, protel und SIHOT. Zusätzlich sind Anbindungen an Housekeeping-Tools wie hotelkit oder individuelle Reports möglich.
Funktioniert Green Choice auch ohne PMS-Schnittstelle?
Ja. Für kleinere Häuser reicht oft ein täglicher E-Mail-Report oder eine einfache Liste. Die Anbindung wird an den Hotelbetrieb angepasst.
Wie schnell kommt die Gästeinformation beim Housekeeping an?
In Echtzeit. Die Auswahl des Gastes wird sofort digital übertragen und fließt in die nächste Reinigungsplanung ein.
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